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Sensitivitätsanalyse |

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Sie bearbeiten eine Maßnahme, deren monetäre Daten vollständig bzw. fast vollständig vorliegen und die über mindestens zwei Varianten verfügt. Sie wollen überprüfen, ob die Rangfolge der Varianten (anhand ihrer Kapitalwerte) stabil ist. Im Menü "Controlling" haben Sie dazu die Sensitivitätsanalyse aufgerufen (sie kann erst aufgerufen werden, wenn mindestens zwei Varianten in der Maßnahme berechnet wurden).
Die Sensitivitätsanalyse überprüft die Varianten der Maßnahme auf ihre Robustheit gegenüber Änderungen einzelner Zahlungsströme. Dazu werden eine Variante ("verglichene Variante") und eine Vergleichsvariante ausgewählt. Für einen bestimmten Zahlungsstrom der Vergleichsvariante wird dann der Wert errechnet, bei dem die Wirtschaftlichkeit der Vergleichsvariante der verglichenen Variante entspricht.
Es werden dafür schrittweise drei Tabellen aufgebaut.
Schritt 1: Auswahl der Vergleichsvariante
In der Tabelle sind alle Varianten der Maßnahme gelistet, absteigend sortiert nach ihrem Kapitalwert.
Der Vergleich findet statt zwischen einer Variante und einer Vergleichsvariante (deren Zahlungsströme im nächsten Schritt variiert werden). In der Spalte "Auswahl" wählen Sie die Vergleichsvariante. Vorausgewählt ist die beste Variante auf Rang 1 (im Beispiel Variante PSC), die mit der zweitbesten Variante (im Beispiel Variante Kauf) verglichen wird. Wenn Sie eine andere Variante als Vergleichsvariante auswählen, wird diese immer mit der besten Variante verglichen.

Mit Klick auf "Weiter zur Auswahl des Kostenstroms" öffnet sich die zweite Tabelle.
Schritt 2: Auswahl des Kostenstroms der Vergleichsvariante
Je nachdem, welche Variante als Vergleichsvariante gewählt ist, werden in der zweiten Tabelle jetzt die zur Vergleichsvariante gehörenden Zahlungsströme aufgelistet.

Wählen Sie jetzt durch Anklicken in der Spalte 'Auswahl' denjenigen Zahlungsstrom, für den die Sensitivitätsanalyse durchgeführt werden soll (im Beispiel sind dies die Neubaukosten). Klicken Sie dann auf die Schaltfläche 'Weiter: …'.
Schritt 3: Ergebnisdarstellung der Sensitivitätsanalyse
für den gewählten Zahlungsstrom der Vergleichsvariante
Anhand Ihrer Auswahl berechnet WiBe Bau im Hintergrund, in welchem Ausmaß der betreffende Zahlungsstrom sich verändern müsste, damit die Kapitalwerte der verglichenen Varianten identisch (gleich) sind.

Im Beispiel wurde der IST-Barwert für den Zahlungsstrom "Neubaukosten Baukonstruktion" der Vergleichsvariante variiert vom berechneten Wert (-14.122.923) auf einen variierten Barwert von -18.897.968. Das Ausmaß der Änderung ist in der Zeile darunter als Betrag und als Prozentsatz angegeben. Das Ergebnis im Beispiel besagt:
Falls der Barwert der Neubaukosten der Vergleichsvariante (Public Sector Comparator) von derzeit -14.122.923 um rund 33,8% höher ausfallen würde, wären die Variante Public Sector Comparator und die Variante Kauf (verglichene Variante) wirtschaftlich gleichwertig.
In diesem Beispiel hat die Variation genügt zur Angleichung der Kapitalwerte. In anderen Fällen werden die Kapitalwerte nach wie vor unterschiedlich sein und "Barwert variiert" der Vergleichsvariante wird deshalb den Wert 0 anzeigen.
WiBe Bau kann keine Aussage treffen, ob die Variation des Zahlungsstromes realistisch ist. Sie liefert aber eine wichtige ergänzende Berechnung; am Ende der Ergebnisdarstellung finden Sie Details zum variierten Zahlungsstrom:

Im Beispiel bezieht sich der variierte Zahlungsstrom auf die Gesamtvariante (und nicht auf ein einzelnes Objekt der Variante. Die Berechnung ergibt:
Wenn die beiden Jahresbeträge der Neubaukosten von 6.900.000 auf 9.232.931 Euro ansteigen würden,
ändern sich die Barwerte (ohne Einrechnung von Risikozuschlägen1, aber unter Einrechnung der Indexierung) von – 7.040.569 € auf – 9.421.028 € bzw. von – 7.082.354 € auf – 9.476.940 € und die Varianten PSC und Kauf wären wirtschaftlich gleichwertig.
Mit dieser Aussage lässt sich die Robustheit der Rangfolge ableiten, zumal Sie die Analyse wiederholt vornehmen können mit anderen Zahlungsströmen und/oder anderen Varianten der Maßnahme.
Hinweis: Nach einer Änderung von Zahlungsströmen werden Sensitivitätsanalysen nicht automatisch im Hintergrund aktualisiert. Sie müssen neu erstellt werden. Erst danach werden auch in dem Druckformat "Sensitivitätsanalyse" die aktuellen Werte dargestellt.
Abbrechen verwirft die bisherigen Eingaben ohne Speicherung und kehrt zurück zur Maßnahmen Übersicht.
Drucken leitet weiter zum Druckmenü, über "Sensitivitätsanalyse" können Sie ein PDF-Dokument mit allen gespeicherten Analysen erstellen (der Druckbefehl bewirkt im Hintergrund, dass auch die aktuelle Analyse davor gespeichert wird).
Löschen löscht diese Analyse aus der Datenbank.
Speichern speichert die Berechnung. Diese Schaltfläche ist dann zu betätigen, wenn Sie die Analyse beibehalten wollen, ohne diese auch auszudrucken. Sie erhalten keine Rückmeldung, nachdem Sie die Schaltfläche betätigt haben; die Speicherung erfolgt im Hintergrund.
1 In der Bildschirm- und Druckdarstellung wird der Risikozuschlag-Prozentsatz dargestellt, auch wenn er nicht in die Berechnung eingeht: dessen Höhe ergänzt die Einschätzung, inwieweit diese Kostenvariation die Entscheidung beeinflussen sollte.